Jana Bauch | Portfolio Categories Reportage
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Hambacher Forst

Der Hambacher Forst ist zum Symbol für etwas Größeres geworden, ein Symbol gegen die Erderwärmung, ein Symbol für den Klimaschutz, ein Symbol für den Braunkohleausstieg. Dass die Rodung im Wald wegen artenschutzgefährdeter Fledermäuse gestoppt wurde, scheint mir fast so absurd, wie den Abriss der Baumhäuser mit Brandschutz zu begründen. Abriss und Neuaufbau, RWE und Polizei gegen die Umweltaktivisten. Sie spielen Katz und Fledermaus. Die Aktivisten geben nicht auf und fassen ständig neue Energie, bauen ihr zerstörtes Zuhause wieder auf.

Die Bildaufnahmen wurden größten Teils für die DPA aufgenommen. Eine interaktive Webdoku mit meinen persönlichen Eindrücken der Räumungen im Hambacher Forst 2018 und einer nachrichtlichen Perspektive wurde auf RP-Interaktiv veröffentlicht. Die Dokumentation wird als Langzeitstudienprojekt fortgesetzt.

https://interaktiv.rp-online.de/hambacher-forst-das-was-bleibt
Layout und Programmierung: Phil Ninh

 

SUGAR.

Aschenbrenner

Reeperbahn, zur Ritze. Marco Aschenbrenner before his last fight in September 2018.

Rock am Ring

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Momento Demento

Photographic Reportage for Modem Festival in Croatia.

 

Freqs of Nature

 

Reportage for Freqs of Nature Festival.

Himba

 

 

 

 

 

 

 

Opuwo, ein kleines Dorf im Norden Namibias an der Grenze zu Angola. Im Umkreis von 500 km nichts, außer die Wüste des Kaokovelds. Viele Menschen sind auf der Straße, es läuft Radiomusik. Zwischen umherlaufenden Kühen und fahrenden Autos wird gegrillt. Es gibt zwei Tankstellen, ein Gästehaus und zwei Supermärkte, in denen die dort lebenden Herero- und Himbafrauen einkaufen. Daneben stehen Hütten aus Ästen und Tüchern, Wellblech, Lehm und Dung. Die Himba sind die letzten halbnomadisch lebenden Jäger und Sammler Namibias. Ihren Reichtum messen sie an der Anzahl ihrer Rinder und der Menge des Ernteertrages. Ich reise gemeinsam mit Annika. Wir werden eingeladen eine kleine Siedlung 15 km nördlich des Orts zu besuchen und treffen dort auf 25 Himba, mit ihren Ziegen, Hunden und Hühnern. Überlebensprinzip Großfamilie. Vier Frauen, 20 Kinder und ein Mann. Sein Name ist Uamangua. Als Einziger im Dorf spricht er Englisch und ist westlich gekleidet. Die Kleidung der Frauen ist traditionell. Frisur und Kopfschmuck zeigen ihren Ehe- und Fruchtbarkeitsstatus. Ein skurriles Aufeinandertreffen zweier Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

 

Die Samtweberei

Die Tradition der Seiden- und Samtweberei in Krefeld hat ihren Ursprung im Jahr 1656. Im Zuge der Industrialisierung des frühen 18. Jahrhundert findet ein enormer Wirtschaftsaufschwung der Seidenindustrie statt.  Krefeld wird zu einer wohlhabenden Großstadt. Mit den beiden Weltkriegen im 20. Jahrhundert endet schließlich die Blütezeit.

 

Die von mir fotografierten Räume der alten Samtweberei auf der
Lewerentzstraße waren einst die Fabrikräume der Samt- und
Bandwaren Fabrik ››Scheibler & Co.‹‹ Zu sehen ist ein Rundgang
durch Sheddachhalle, Torhaus und Denkmal. Verlassenes Mobi-
liar steht in teilweise verwahrlosten und heruntergekommenen
Räumen.Nun entstehen durch das Projekt ››Urbane Nachbarschaft Samt-
weberei‹‹ der ››Montag Stiftung Urbande Räume gAG‹‹ neue
Wohn-, Arbeits-, und Gemeinschaftsräume in der leerstehenden
Fabrik. Die alte Samtweberei ist ein wesentlicher Teil der Krefelder
Industriegeschichte, die auf keinen Fall in Vergessenheit geraten
sollte.

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Farbe, ein Zeichen der Freiheit?

Bo-Kaap, ein muslimisches Viertel. Um 1760 von asiatischen Kaufleuten und Handwerkern besiedelt, später auch von verschleppten
asiatischen Sklaven der Dutch East India Company. Gebe ich BoKaap in eine Suchmaschine ein, erscheinen sofort hunderte Bilder von
schönen, bunten Häusern. Bo-Kaap, das bunte Viertel ist eine Touristenattraktion. Mich interessiert, ob es zu den bunten Häusern noch
mehr zu entdecken gibt. Was ist mit den Menschen dort? Ich gehe durch die Straßen und beobachte.

Eine bunte Kulisse.

Touristen, die wie eine Horde mechanisierter Roboter die Hauptstraße hoch und runter laufen, geleitet von einem Touristenfuehrer mit
Cowboyhut. Aus dem Bus raus, Straße hoch, Straße runter, schnell einige Fotos, wieder in den Bus rein. Stuendlich. Immer das Gleiche,
immer ähnliche Menschen. Rentner, Sandalen, weiße Socken, Safarihose, Poloshirt oder Hemd, Kappe und Kamera. Männer, die Häuser
streichen und Fassaden ausbessern. Fassaden mit vergitterten Fenstern und Tueren. Bewohner und Polizei, die mich vor Raubueberfällen
warnen. Ich soll nicht alleine rumlaufen und schon gar nicht mit einer Kamera. Kiosk, einkaufen, essen, keine Fotos in Geschäften.
Colawerbung, leere Colaflaschen auf den Straßen. Muell und Muellsammler. Autos, viele Autos. Die meisten alt und kaputt, muessen re-
pariert werden. Muslime, Moscheen, Kopftuecher, Gewänder und Gebetsgesänge. Schlafende auf dem Buergersteig. Arbeiter, Bettler und
Obdachlose. Spielende Kinder. Plötzlich kommt ein Mädchen auf mich zu, nimmt meine Kamera und läuft weg. Ich fange sie wieder ein,
bekomme meine Kamera zurueck. Der Vater kommt, holt das Mädchen ins Haus. Fenster und Tueren hinter Gittern.

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Landpartie

Für das Magazin Rheinische Landpartie durfte ich zwölf Bildreportagen der schönsten Ausflugsziele am Niederrhein fotografieren. Außerdem freue ich mich riesig über mein erstes Magazin Cover!